Lern- und Ausbildungsorte im Tischlerhandwerk


Die Ausbildung findet in erster Linie in den Meisterbetrieben des Tischlerhandwerks statt. Sie wird ergänzt durch die überbetriebliche Ausbildung für Ausbildungsteile, die einzelne Betriebe nicht selbst erbringen können. Zweiter Lernort sind die regionalen Berufsschulen.

Überbetrieblich fit machen - unser Tischler-Bildungszentrum


Die sorgfältige und gründliche Berufsausbildung zum Tischler/zur Tischlerin liegt unserer Innung sehr am Herzen. Aus diesem Grund wurde schon 1978 das innungseigene Bildungszentrum am Heiligenhäuschenweg in Rheda-Wiedenbrück eingerichtet. In dieser mit modernsten Maschinen ausgestatteten Bildungseinrichtung führt die Innung „überbetriebliche“ Ausbildungskurse durch und ergänzt damit die Ausbildung im Betrieb. Unter Anleitung der beiden Ausbilder Udo Schwedes (Leiter des TBZ) und Juilan Effertz, erlernen die Azubis im TBZ den sicheren Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen und sie erwerben und vertiefen in den verschiedensten Kursen ihre Kenntnisse über Arbeitsverfahren, Technologien und Werkstoffe.

Produkt-, planungs- und konstruktionsbezogene Berechnungen und die Berücksichtigung von Arbeits- und Umweltschutzaspekten zählen ebenso zum Schulungsrepertoire. Die Auszubildenden lernen die Materialien, die der Tischler verarbeitet, dadurch noch intensiver kennen und sie erwerben zusätzlich Kenntnisse im Bereich handwerkliche Konstruktionen. Der Besuch dieser mehrwöchigen Lehrgänge ist verpflichtend. Auf freiwilliger Basis hingegen können die Lehrlinge die von der Innung angebotenen Kurse – z.B. Lehrgänge, die auf die Gesellenprüfung vorbereiten – besuchen.

Der krönende Abschluss - das Gesellenstück
Am Ende der Ausbildung erfolgt im praktischen Teil der Gesellenprüfung die Anfertigung eines Gesellenstücks. Hierfür wird den Auszubildenden ein Zeitrahmen von 100 Arbeitsstunden eingeräumt. Die besten Gesellenstücke werden jeweils im Rahmen des Wettbewerbs „Die gute Form“ prämiert und im Rahmen einer Ausstellung an wechselnden Orten im Kreis Gütersloh präsentiert.
Einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und Gestaltungskraft junger Tischlerinnen und Tischler vermittelt die Übersicht der Gesellenstücke der letzten Gesellenprüfung.
Neben dem Gesellenstück ist in einer zeitlich befristeten Prüfung eine weitere Arbeitsprobe zu erstellen. Laut Ausbildungsordnung handelt es sicher hierbei um das Herstellen eines Werkstückes mit mindestens zwei unterschiedlichen Verbindungen unter Einbeziehung des Einrichtens, Rüstens und Bedienens von stationären Maschinen sowie des Einlassens und Montierens eines Beschlages, des Herstellens eines Furnierbildes, des Bearbeitens von Kunststoffen oder des Einpassens und Einbauens eines Fertigteiles oder eines Halbzeuges.

Ansprechpartner

Udo Schwedes
Werkstattleiter Tischler-Bildungszentrum (TBZ)
Rheda-Wiedenbrück

T.   +49 (0)52 42 / 74 42
F.   +49 (0)52 42 / 55 12 1
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Berufsbildende Schule


Berufsschulen bilden den schulischen Teil der dualen Berufsbildung. Sie vermittelt den Auszubildenden während ihrer Berufsausbildung die durch den Rahmenlehrplan bzw. den Lehrplan des jeweiligen Standortes bestimmten Inhalte. Sie ist eine der beiden Säulen der dualen Ausbildung. Sie hat die Aufgabe die Allgemeinbildung und die jeweilige fachliche Bildung zu fördern.

Die Berufsschule hat ein bis zwei Berufsschultage mit wöchentlich 8 bis 12 Unterrichtsstunden, abhängig vom Beruf und dem Ausbildungsjahr. Die Unterrichtszeit kann auch zu mehrwöchigen Unterrichtsblöcken zusammengefasst werden. Die restliche, also überwiegende Zeit dient, der Vermittlung der nach dem Ausbildungsrahmenplan vorgeschriebenen Inhalte in dem Betrieb, mit dem der Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde.

Im Kreis Gütersloh erfolgt der schulische Teil der Ausbildung zum Tischler am

Reckenberg-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück
Am Sandberg 21
33378 Rheda-Wiedenbrück
T.  +49 (0)52 42 / 597-0
F.  +49 (0)52 42 / 597-197
reckenberg-berufskolleg@kreis-guetersloh.de
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